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Berufsunfähigkeitsversicherung selten genutzt

vom 30.08.2011

Die deutschen Arbeitnehmer nehmen das Thema Berufsunfähigkeit nicht ernst genug. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage von Continental, veröffentlicht in einer Pressemitteilung, einem Versicherer aus Dortmund, hervor. Laut der Umfrage meinen rund 65 Prozent der deutschen Arbeitnehmer, dass sie durch die Unfallversicherung ausreichend gegen ein Berufs-Aus geschützt seien. In den meisten Fällen ist das allerdings ein Irrtum.

 

Berufsunfähigkeit nur selten durch Unfall

 

Laut einer Umfrage der Continental Versicherung setzen rund 65 Prozent bei der Berufsunfähigkeit auf lediglich auf die Unfallversicherung. Allerdings werden nur zwischen fünf und zehn Prozent der Fälle von Berufsunfähigkeit durch einen Unfall verursacht. Häufiger treten psychische Probleme oder Erkrankungen des Herz-Kreis-Lauf-Systems auf. In diesen Fällen schützt die Unfallversicherung nicht. Als einer der Hauptgründe für die fehlende Aufmerksamkeit für die Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Tatsache, dass rund 13 Prozent für sich nicht das Risiko sehen, berufsunfähig zu werden. Wie eine Statistik der deutschen Rentenversicherung aber offenlegt, wird jeder fünfte Angestellte berufsunfähig. Zudem trifft die Berufsunfähigkeit im Durchschnitt jeden dritten Arbeiter. Auch die Beitragszahlungen halten viele Arbeitnehmer davon ab, die entsprechende Versicherung abzuschließen. Ein Fünftel der Befragten will kein Geld, ein weiteres Fünftel würde bis zu zehn Euro und rund 26 Prozent würden bis zu 25 Euro monatlich ausgeben.

 

Interesse erst bei persönlicher Betroffenheit

 

Michael Laszynski, Geschäftsführer der Berolina-Versicherungsagentur, sagt, dass die Verbraucher eher für ihr Fahrzeug eine Vollkaskoversicherung als eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Die Absicherung gegen das finanzielle Risiko und den dadurch absinkenden Lebensstandard erachten viele als nicht essentiell. Des Weiteren sind viele Arbeitsnehmer der Meinung, dass sie im Falle einer Berufsunfähigkeit staatlich abgesichert seien. Doch das ist ein Irrtum. Von staatlicher Seite können die Betroffenen auf lediglich geringe finanzielle Unterstützungen hoffen. So gibt es beispielsweise sogar bei einem Fall von Invalidität nur selten Unterstützung vom Staat. Die staatliche Erwerbsminderungsrente bringt Betroffenen durchschnittlich 30 Prozent des vorherigen Bruttolohns. Erst bei persönlicher Betroffenheit, wenn beispielsweise ein Bekannter berufsunfähig wird, entscheiden sich einige für den Abschluss der Versicherung. Je eher eine Berufsunfähigkeitsversicherung jedoch abgeschlossen wird, desto geringer sind die monatlichen Zahlungen. Der Experte rät dazu, sich wenigstens über die Möglichkeiten zu informieren.
 

Redaktion Vergleicher.de: Chris Friedrich
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