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Kleine Anbieter haben oft die billigsten Mobilfunktarife

vom 21.09.2009

Einheitliche Minutenpreise und Pauschaltarife gestalten das mobile Telefonieren heute recht übersichtlich, aber unter den zahlreichen Anbietern den preiswertesten zu finden ist schwierig. Wie eine "Test"-Studie zeigt, bieten vor allem unbekannte Mobilfunkunternehmen die besten Telefontarife. Demnach sollte man nicht mehr als 10 Cent pro Gesprächsminute zahlen müssen. Die Stiftung Warentest hat für ihre aktuelle Studie 700 Tarife und Tarifkombinationen unter die Lupe genommen. Dabei wurden die günstigsten Tarife für Wenig-, Normal- und Vieltelefonierer ermittelt, wobei fast ausschließlich Prepaidtarife (Guthabentarife) die günstigsten Konditionen bieten.
 
So bezahlen Kunden von maxxim, discotel, blau, congstar und Co. nur noch zwischen acht und neun Cent in alle Mobilfunknetze je Gesprächsminute. Welcher Tarif der günstigste ist, hängt aber auch vom Telefonierverhalten des Einzelnen ab, außerdem sind Prepaidtarife oft nur online buchbar , und auch später laufen alle Transaktionen rund um den Tarif per Internet ab. Wer damit Probleme hat und die Servicehotline anruft, muss oft hohe Gebühren zahlen. Als Prepaidkunde hat man zwar die volle Kostenkontrolle, muss sein Guthaben aber regelmäßig nachladen, damit das Handy immer funktioniert.
 
Nicht abtelefoniertes Guthaben wird nicht von jedem Anbieter automatisch zurückgezahlt, bei einem Rechtsstreit hat der Kunde aber sehr gute Chancen, dass die Rechtssprechung zu seinen Gunsten entscheidet und er das Geld wieder bekommt. Monatliche Fixkosten gibt es entgegen anderslautender Versprechen vieler Anbieter aber auch beim Prepaidhandy. Wenn der Kunde das Telefon über längere Zeit nicht nutzt, verlangen viele Unternehmen eine Verwaltungs-, Kontoerhaltungs- oder Administrationsgebühr um fehlende Umsätze etwas auszugleichen. Callmobile verlangt beispielsweise einen Euro pro Monat Gebühr, wenn ein Kunde die letzten drei Monate jeweils weniger als sechs Euro an Telefonkosten bezahlt hat.
 
Wer als Simply-Kunde sein Handy zwei Monate gar nicht nutzt, muss immer noch 1,79 Gebühren zahlen, und auch E-Plus-Prepaidkunden müssen einen Euro pro Monat zahlen, wenn sie ihr Handy zwei Monate nicht gebrauchen. Wer extrem wenig telefoniert oder einfach nur erreichbar sein will, zahlt also damit Strafgebühren, wie auch Rafaela Möhl von Telekommunikationsmagazin Teltarif bestätigt. Wird das Mobiltelefon wirklich kaum nutzt, sollte man sich nach Anbietern erkundigen, deren Prepaidkarten wirklich keine Fixkosten enthalten. Vorsicht ist bei Verträgen geboten, die oft teuer sind und ihre Kunden mit einem günstigen, modernen Handy locken. Mit den monatlichen Grundkosten zahlt man nämlich das Telefon ab, und die Minutenpreise sind oft um ein Vielfaches teurer als bei Prepaidangeboten. Die ausführlichen Testergebnisse zu den Telefontarifen findet man auf der Website der Stiftung Warentest.

Redaktion Vergleicher.de: Ute Müller
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