News
Startseite - Berufsunfähigkeitsversicherung -
Scheinheilige Versicherungsvertreter auf dem Campus
vom 11.10.2011
Die Versicherungswirtschaft entdeckte die Universitäten als großes wirtschaftliches Feld. Sie sieht zahlungskräftige Kunden, denn sie sind ausgebildet, jung und gesund – entsprechend werden die Studenten umworben. Allerdings sind die angebotenen Policen oft überflüssig, wie der „Deutschlandfunk“ berichtet. Manche Versicherungsvertreter geben sich sogar selbst als Studenten aus, um studentische Kundschaft zu gewinnen.
Unsinnige Studentenversicherungen
Hajo Köster, Justiziar der Verbraucherschutzorganisation Bund der Versicherten, warnt vor verkleideten Versicherungsvertretern: „Auf dem Campus sind sehr viele angebliche Studenten unterwegs, um Geld zu verdienen, nichts anderes. Die wollen nicht das Beste für den Studenten, die wollen das Beste für sich. Also aufgepasst, wenn der angebliche Kommilitone auf einen zukommt, mit ganz tollen Tipps oder sonst irgendwie was, das geht nur darum, wie der Mensch da reich wird. Aber nicht, wie es dem Studenten anschließend besser geht“, so die eindringliche Warnung des Verbraucherschützers. Die Campus-Vertreter haben spezielle Policen für Studenten im Gepäck – oft sogar gleich im Paket. Hausrat-, Unfall- oder Laptopversicherungen, die Auswahl ist unübersichtlich groß. Doch laut Hajo Köster sind die meisten dieser Versicherungen für Studenten unnötig. „Der Student ist im Grund bei der Familie mitversichert. Das heißt Hausrat, Haftpflichtversicherung, alles das braucht der Student nicht. Weil wenn die Familie eine Versicherung hat, er automatisch mitversichert ist.“ Das gilt bei den meisten Versicherern auch nach dem Auszug aus der elterlichen Wohnung noch. Sind die Eltern gesetzlich krankenversichert, können sie den Schutz wenn sie wollen bis zum 26. Geburtstag weiter beitragsfrei mit nutzen, oder zu einer privaten Krankenversicherung wechseln die 120 bis 150 Euro im Monat kostet.
Einzig sinnvoll: Berufsunfähigkeitsversicherung
„Das einzige, was der Student tatsächlich braucht, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung, entweder alleinstehend oder in Kombination mit einer Risikolebensversicherung.“ Diese greift, wenn der angestrebte Beruf nach einer Krankheit oder einem Unfall nur noch eingeschränkt ausgeübt werden kann. Dann wird eine vorher festgelegte Rente gezahlt. Der Berufsunfähigkeitsschutz wird allerdings nicht bei allen Versicherungen für Studenten angeboten, wie Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklärt: „Man kann gerade am Anfang des Studiums noch nicht von einem Beruf sprechen, das ist das große Problem und deswegen versichern die meisten Versicherungsunternehmen nur eine Erwerbsunfähigkeit in den ersten Jahren des Studiums und erst hinterher die Berufsunfähigkeit.“
Neueste Nachrichten:
Besserer Vergleich der Riester-Versicherungen
vom 15.05.2012
zur Riester-Rente vor. Eine leichtere Vergleichbarkeit der verschiedenen... Weiterlesen
veröffentlicht in Riester Rente
Positive Bilanz der Autobanken für 2011
vom 11.05.2012
KfZ-Finanzierung zuständigen Autobanken profitieren. Auch wenn Wirtschaftsexperten... Weiterlesen
veröffentlicht in Autoversicherung
Kfz-Versicherung bei Gebrauchtwagenkauf regeln!
vom 04.05.2012
nachdenken, ob er die Kfz-Versicherung des Verkäufers übernehmen möchte.... Weiterlesen
veröffentlicht in Autoversicherung
Verbraucherzentrale warnt vor gefälschten Steuer-Mails
vom 27.04.2012
sorgt anfangs beim Leser für Freude und der angebliche Absender... Weiterlesen
veröffentlicht in News
uniVersa Versicherung verbessert Kfz-Tarif
vom 20.04.2012
als bisher enthalten. In der Kasko-Versicherung wurde der Zeitraum der PKW-Neupreisentschädigung... Weiterlesen
veröffentlicht in Autoversicherung
Das könnte Sie auch interessieren:
Versicherungen müssen Unisex-Tarife anbieten
vom 01.03.2011
veröffentlicht in Gesetzliche Krankenversicherung
Einwanderer sollen mithilfe von Charterflügen abgeschoben werden
vom 09.11.2009
veröffentlicht in Charterflüge
Sozialleistungen nicht immer für privat Rentenversicherte
vom 07.07.2009
veröffentlicht in Private Rentenversicherung
