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Spezielle Handytarife für Kinder sollen Abzocke verhindern!
vom 23.12.2008
Ein Leben ohne Handy ist heutzutage auch für Kinder kaum noch vorstellbar. Das mobile Telefon ist längst nicht mehr nur zum Simsen und Anrufen da, sondern ein Statussymbol geworden. Mit dem richtigen Klingelton und Logo gewinnt es fast so etwas wie eine eigene Persönlichkeit und begleitet Kinder und Jugendliche überall hin. Zu Weihnachten werden daher wieder zahlreiche Handys unterm Christbaum liegen. Eltern finanzieren die Telefone aber auch, damit ihre Sprösslinge jederzeit erreichbar sind, wenn es Probleme gibt.
Damit die Kids allerdings kein Vermögen ausgeben, sind seit einiger Zeit besondere Handytarife für Kinder buchbar. Die aktuellsten Hits, Spiele und Klingeltöne gibt es beispielsweise bei Jamba im Abo. Hierfür schickt man einfach eine SMS an die entsprechende Jamba-Nummer und kann pro Woche für 2,99 drei Töne herunterladen. Das Abo kann und sollte nach Gebrauch allerdings sofort gekündigt werden, sonst gibt man schnell bis zu 155 Euro pro Jahr für solches Zubehör aus!
Was ist bei Kindertarifen zu beachten?
Eltern, die solche Abos oder die Rufwahl teurer Sondernummern unterbinden wollen, können z.B. entsprechende Teenager- bzw. Juniorkarten bei den verschiedenen Anbietern erwerben, die eine zuverlässige Sperrung kostenpflichtiger Servicenummern ermöglichen. Auch Auslandsanrufe sowie das teure Handyinternet sind blockierbar. Die Eltern zahlen monatlich einen Festbetrag für ihre Kinder ein, der verbraucht werden kann. Danach sind die Kids immer noch erreichbar, können nur selbst nicht mehr telefonieren. Für solche Kinderkarten müssen jedoch die Eltern beim selben Telefonanbieter einen Vertrag abgeschlossen haben. Wird das Kind allerdings volljährig oder der Vertrag nicht rechtzeitig gekündigt, geht er in einen herkömmlichen 2-Jahresvertrag mit Grundgebür über- also aufpassen!
Eine preiswertere Alternative zu Kinderverträgen, die über die Eltern laufen, sind Prepaid-Karten. Sie ermöglichen die volle Kostenkontrolle, und SMS bzw. Anrufe sind meist billiger als beim Vertragspartner. Solche Karten lassen sich aber nicht für Klingel-Abos oder teure Nummern sperren, es besteht also die Gefahr, dass Kinder ihr gesamtes Guthaben dafür ausgeben. Ist die Karte leer, sind auch keine Aktionen mehr möglich, wie beim Vertrag ist das Kind aber immer noch erreichbar.
Kindersicherungen
Einige Anbieter wie ZED oder Jamba bieten Eltern die Möglichkeit, die Handynummer ihrer Kinder gegen Downloads der jeweiligen Seite sperren zu lassen. Diese Kindersicherung bieten jedoch längst nicht alle Unternehmen an. Wer seinem Kind ein Handy schenkt, sollte es daher über anfallende Gebühren und Kostenfallen im Fernsehen bzw. Internet aufklären und ihm kein unbegrenztes Guthaben zur Verfügung stellen, damit es lernt sein Telefonierverhalten zu kontrollieren und Kosten besser einzuschätzen.
Redaktion Vergleicher.de: Ute Müller
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